J U D I T H G A N Z AktuellBilderInstallationen Vita/Kontakt
  1964 geboren in Düsseldorf
 
1985-91

Studium der Freien Kunst an der
Hochschule für Bildende Künste, Braunschweig
L.v.Monkiewitsch, Roland Dörfler und Ben Willikens
 
1991
Diplom und Meisterschülerin
 
1992

Aufenthalt in New York
Studium an der State University in San Francisco, US
Whitney Chadwick
seit 1992  lebt in Köln
Aufbau von Cap Cologne e.V. und der Halle Zehn, Köln
     
  2011 Floating Liquids, Galerie Funke, Berlin
Künstler für die Halle Zehn, Köln
Passing the Frame, Wandinstalltionen, Halle Zehn, Köln
  2010 Wir sind das CAPital, Künstlerforum Bonn und Köln- Istanbul, Kunsthaus Rhenania, Köln
studio ARCUS, Hannover
  2009 Forum 2009, Burg Vischering, Lüdinghausen
Lieblingsstücke, kuratiert von Barbara Hofmann-Johnson, Halle Zehn, Köln
Wie ein Tag, Kestnergesellschaft Hannover in Zusammenarbeit mit der Marktkirche in Hannover
Paintings, Torrents and Desturbances mit Lorenzo Valverde, Halle Zehn, Köln

  2008 Zwei mal Zehn in Halle Zehn, kuratiert von Dr. Ingrid Severin, Köln
Ausstellung mit Katrin Haaßengier, im Stapelhaus, BBK, Köln
 
  2006 Lottostiftung, Galerie vom Zufall und vom Glück
(mit Marina Schreiber), Hannover
Wir sind viele und überall, BBK, Köln
Genesis of the Milky Way, Kyotobar-Ausstellungsraum, Köln
 
  2005 Kunstwerk, Frankfurt
Minnis, Projektraum Neuenhausen, Berlin
 
  2004 Planet Dive, CAP, Köln
  2002 Magic Mushroom, KunstWerk, Köln
  2001 Paint in Vein, Zimmergalerie, Frankfurt a. M.
  2000 Verkuppelt, Oberlandesgericht, Köln
Biotopia, Forum für junge Kunst, Osnabrück
  1996/98 Gummi und mehr, CAP, Köln
  1994 Plastic Surgery Disasters, Installation (mit Peter Halves)
Kunstforum Holzminden
  1993 Was genau geschieht beim Flirten?
Installation Krankenhaus, Salzdahlum
  1992 Traffic Highlights, Installation mit Julia Neuenhausen,
Foro Artistico, Hannover
On Arrival, Goethe-Institut, San Francisco, US
  1991 Wenn blaue Tüten aufs Rückgrat prallen, Galerie o.T., Goslar
Ornament und Verbrechen, HBK-Galerie, Braunschweig
  1990 Gibt es einen 16“ Monitor für alle Anwendungsbereiche? Wir sagen ja!
Installation mit Peter Halves, Galerie Fisch, Braunschweig
     
  Kontakt Judith Ganz, Wickratherstr. 4, 50670 Köln
Telefon 0 49 (0) 221 723480, judithganz@web.de
www.gestaltung-sonjakuprat.de  
         
   

Zu den Bildern von Judith Ganz

Im Mittelpunkt der Arbeiten von Judith Ganz steht die Frage, in wieweit das
„Konzept Malerei“ als Träger von Utopien und als Medium zur Untersuchung von wissenschaftlichen und philosophisch geprägten Fragen und Inhalten im 21. Jahrhundert
standhalten kann.

Ein Fundus aus wissenschaftlichen Aufsätzen und Filmen, mit Inhalten aus der Mikrobiologie, computergenerierten Modellen des Universums und Anleihen aus der Kunstgeschichte dient der Entwicklung ihrer großformatigen Bilderserien.

So wie die Gentechnologie, Mikrobiologie und Weltraumforschung neuartige und unbekannte Bilder hervorbringen, untersucht sie mit Mitteln des „Konzepts Malerei“ die Faszination, den Zwiespalt und auch das Unbehagen, dass sich mit diesen sensiblen und kaum fassbaren Bereichen verbindet.

So entstehen z.B. irritierende, psychedelische Landschaften, die dialektische Widersprüche aufwerfen und den Betrachter in einen unabschließbaren Prozess des Fragens und Erkundens verwickeln. Der vermeintliche Bildraum entpuppt sich als Pigmentoberfläche, figurative Elemente kreuzen sich mit abstrakten, zufällige Form- und Farbkonstellationen werden durch gezielte Eingriffe gesteuert; die Erzählung lässt sich nicht auflösen.

Die vermeintliche Unfehlbarkeit der Wissenschaft und die sich immer wieder überlebenden  gesellschaftlichen Utopien, die zu kollektiven Selbstüberschätzungen führen, werden ebenfalls assoziativ in ihre Arbeit einbezogen.

Die europäische Malereigeschichte ist auch immer eine Geschichte des Sehens gewesen: vom Fernbild eines orbis pictus zum Nahbild einer sich auf der Netzhaut des menschlichen Auges reflektierenden Landschaft und schließlich zum quasi Innenbild organischer Mikrostrukturen. Dem menschlichen Auge nicht sichtbare Strukturen und Farben werden sichtbar gemacht. Durch die malerische Umsetzung erscheint die innere Welt als äußere Welt. So wird der künstlerische Prozess selbst zu einer Metapher für Transparenz, Durchlässigkeit und Ambiguität organischen Lebens.